Die INL AG spendet „Retten macht Schule“-Paket für Landkreis-Projekt „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung

Zu sehen sind auf dem Bild von links nach rechts: Johanna Ziegler (Projektmanagerin „Herzsicher“, Björn Steiger Stiftung), Dominik Elser (Leiter Vertrieb, INL AG), Bernd Schaaf (Vorstand, INL AG), Ralph Schröder (Schulleiter Erasmus-Widman-Gymnasium Schwäbisch Hall), Kim Seeber (Lehrkraft Erasmus-Widman-Gymnasium).

Wie lebenswichtig Erste Hilfe ist, stellt man meistens erst fest, wenn man selbst in eine Notsituation gerät. Umso wichtiger ist es, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, bevor etwas passiert. Idealerweise geschieht dies heutzutage bereits in der Schule. Immer mehr Kinder und Jugendliche engagieren sich in den Schulsanitätsdiensten und leisten bei Verletzungen und medizinischen Notfällen Hilfe.

Laut einer Studie der Uniklinik Rostock sind junge Menschen bereits ab der siebten Klasse in der Lage, einen Erwachsenen zu reanimieren. Deshalb startete die Björn Steiger Stiftung die Initiative „Retten macht Schule“. Ziel ist es, Lehrer*innen an weiterführenden Schulen in der Reanimation auszubilden. Anschließend können diese selbstständig ihren Schüler*innen die Herzdruckmassage und die Laien-Defibrillation beibringen.

Die in Schwäbisch Hall ansässige INL Innovative Netzwerk-Lösungen AG, ein IT-Systemhaus und seit mehr als 30 Jahren Softwarehersteller für den Bildungsbereich, unterstützt diese Initiative und spendet dem Erasmus-Widmann-Gymnasium 15 Übungspuppen zum Einüben der Herzdruckmassage, einen Automatisierten Externen Defibrillator (AED) sowie einen Übungs-Defibrillator im Gesamtwert von 6.000 €.

Nach der Übergabe des Pakets werden die Lehrkräfte des EWG noch eingehend von der Björn Steiger Stiftung geschult, um das Wissen und die praktischen Fähigkeiten in Sachen Wiederbelebung in Zukunft an die Schüler*innen ab der Klassenstufe 7 weiterzugeben.

Johanna Ziegler, Projektmanagerin der Björn Steiger Stiftung, betonte bei der Scheckübergabe mit der INL AG am 20. Juli 2022, wie wichtig eine Ausbildung schon bei Heranwachsenden bzw. im kindlichen und / oder im jugendlichen Alter sei. „Viele Menschen möchten gerne helfen, sind aber im Notfall überfordert und zögern, weil sie unsicher sind. Mit dem Projekt „Retten macht Schule“ im Rahmen der Initiative „Herzsicher“ tragen wir als Stiftung unseren Teil dazu bei, die Versorgung und damit die Überlebenschance von betroffenen Personen zu verbessern. Insbesondere bei einem Herzstillstand zählt jede Sekunde! Deshalb ist es wichtig, dass sofort mit der Herzdruckmassage begonnen wird“, so Ziegler. Die AED-Geräte sind speziell auch für nicht ausgebildete Laien konzipiert und unterstützen Ersthelfende bei der Wiederbelebung mit Hilfe von Abbildungen und per Sprachfunktion.

„Wichtig finde ich, dass den Schülern*innen mit der Initiative „Retten macht Schule“ die Berührungsängste beim Thema Wiederbelebung und dem Einsatz eines Defibrillators genommen werden. Wenn die Schüler*innen bereits wissen, wie man ein AED-Gerät einsetzt und Sicherheit im Umgang bekommen haben, werden Sie im Notfall eher beherzt danach greifen und es einsetzen. Ein Herz-Kreislauf-Stillstand kann jede und jeden treffen. Die Tatsache, dass ungefähr 100.000 Menschen in ganz Deutschland pro Jahr am plötzlichen Herztod versterben, verdeutlicht: Es besteht Handlungsbedarf!. Das betrifft vor allem Schulungsmaßnahmen in der Ersten Hilfe und die Verfügbarkeit von AED-Geräten, den so genannten „Defis“. Wir sind deshalb sehr froh, das Projekt „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung in unserer heimatlichen Region finanziell unterstützen zu können – und zur Schulung der Lebensrettenden „von morgen“ tragen wir sehr gerne bei“ betonte Bernd Schaaf, Vorstand der INL AG, anlässlich des gemeinsamen Termins mit der Björn Steiger Stiftung.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde, bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110 / 112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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